Rio de Janeiro. Lustvoll & heiß wird es ab dem 18.2 in Rio hergehen – es ist Karneval – hohe Zeit der Sambaschulen. Deren Shows sind voll von Tänzern und Tänzerinnen, die mit appetitanregend wenig Stoff verpackt sind. Das regt – nein – erregt die Sinne und rief das Gesundheitsministerium auf den Plan.
Sambaschule auf dem Festival der Straßenkünstler 2011
Das Ministerium machte sich aber weniger Gedanken um die Sünde nach dem Samba, sondern mehr um die Folgen des Sündigens und startete ein Kampagnen: Nie ohne Lümmeltüten. Nach den tollen Tagen schießt wohl jedes Jahr die Zahl der Geschlechtskranken in sorgenvoller Höhe.
Das war einigen sehr christlich eingestellten Politiker doch zuviel. Sie verlangten vom Minister zu sexuellen Enthaltsamkeit aufzurufen. Cool – diese christlichen Politiker scheinen rechte Menschenkinderkenner zu sein.
Es wird wohl bei der Kondomempfehlung bleiben. Selbst ein Teil des Klerus meint, sexuelle Enthaltsamkeit wäre zwar der rechte gottvolle Weg, aber wenn das eine oder andere Schäfchen ob des stimulierender Sambas vom enthaltsamen Wege abkomme, sei es besser einen Schutzschirmchen gegen Bazillen und Schlimmeres zu haben. Anschließend könnte der sündige Weg verlassen und wieder dem reinen Weg gefolgt werden … sofern dann für den reinen Weg noch ein Bedarf besteht.
Den letzten Teil des Satzes hat der Klerus aber nicht gesagt, sich vermutlich aber gedacht – sie kennen ihre Schäfchen.












